Der Ablauf der homöopathischen Behandlung:
Das Kernstück der Homöopathischen Behandlung ist die sogenannte
Erstanamnese, die sich über ein bis zwei Stunden erstrecken kann. Während
diesem ausführlichen Gespräch werden möglichst vollständig
alle Symptome und Befindlichkeiten des Patienten/der Patientin aufgenommen.
Diese Informationen werden anschliessend von mir ausgewertet, um das
jeweils passende homöopathische Arzeneimittel zu ermitteln.
Diese Arznei setzt optimalerweise den Selbstheilungsprozeß
in Gang, die sogenannte Lebenskraft wird angeregt, das natürliche Gleichgewicht im Organismus
(wieder) herzustellen.
(s.u. und bei "Fragen")
Bei den Folgeterminen wird ermittelt, wie die Heilung verläuft und welche
homöopathischen Arznein weiterhin in Frage kommen.
Der Abstand zwischen den Behandlungsterminen variiert je nach Schwere der
Krankheit zwischen 3 und 8 Wochen, üblicherweise hat sich ein 4-wöchiger
Rhythmus bewährt.
In der Zwischenzeit verbleibe ich je nach Bedarf in telefonischem Kontakt
mit meinen Patienten.
Die Dauer der konstitutionellen Behandlung richtet sich jeweils
nach der individuellen Krankheitsgeschichte
und der familiären Belastung.
Allgemein kann gesagt werden, dass leichte, nicht allzulange bestehende Symptome
relativ schnell geheilt werden können, währenddessen chronische,
schwerwiegendere Erkrankungen, die u.U. lange mit vielen schulmedizinischen
Medikamenten "behandelt" wurden einige Monate oder länger der
homöopathische Behandlung bedürfen, um wirklich vollständig
geheilt zu werden.
Dagegen kann ein einmaliges oder akutes Problem, wie z.B. eine Schnittverletzung,
eine Prellung oder eine akute Erkältung binnen kurzem (sogar innerhalb
von Stunden) mit Hilfe der Homöopathie beseitigt werden.
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Ein kurze Einführung in die (Klassische) Homöopathie:
"Similia Similibus Curentur = Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt."
Dieses Heilprinzip ist vor etwa zweihundert Jahren von dem deutschen Arzt
und Apotheker
Dr. Samuel Hahnemann begründet worden und beruht auf
der sogenannten "Ähnlichkeits- oder Similiaregel". Diese
besagt, dass ein Stoff, der bei einem gesunden Menschen gewisse Störungen
und Krankheiten hervorruft, ähnliche Symptome bei Kranken auch zu
heilen vermag. (s.u.)
Die Grundstoffe für die homöopathischen Arzneimittel
werden hauptsächlich aus der Natur gewonnen wie z.B. Mineralien oder
Pflanzen, es finden aber in der heutigen Zeit auch andere Stoffe (z.B. potenzierte Umweltgifte, Erreger usw.)
ihre Anwendung.
Es ist der besondere Verdienst Dr.S.Hahnemanns, eine Methode entwickelt
zu haben, diese Stoffe so aufzubereiten, dass sich Ihre Heilwirkung auch
bei schweren körperlichen, seelischen und geistigen Störungen
entfalten können, ohne dass der Patient schädliche Nebenwirkungen
in Kauf nehmen muss. Die homöopathischen Medikamente werden in einem
genau festgelegten speziellen Verfahren hergestellt, in dem sie in vielen
Schritten jeweils verdünnt
und verschüttelt, d.h. potenziert werden.
Die fein abgestimmte Verdünnung und Potenzierung bewirkt, dass Stoffe,
die ansonsten zu gering oder zu stark wirksam wären, wie z.B. Quecksilber, bestimmte Pflanzen
oder auch Krankheitserreger zur Heilung eingesetzt werden können, ohne dabei
schädliche Nebenwirkungen hervorzurufen.
Durch die sog. Potenzierung/Verschüttelung entfaltet
sich die therapeutische Wirksamkeit der Arzneien auch auf tieferen Ebenen,
d.h. auch auf den emotionalen und geistigen Bereich.
Seitdem wurde diese Methode von zahlreichen Heilpraktikern und Ärzten
auf der ganzen Welt geprüft, angewendet und weiterentwickelt und konnte
vielen Patienten wieder zu Wohlbefinden und stabiler Gesundheit verhelfen.
Eine kleine Ehrung für den Begründer der Homöopathie Dr.Samuel Hahnemann und kurze Geschichte zur Entdeckung dieses wunderbaren Heilprinzips:
Dr. med. Samuel Hahnemann war ein deutscher Arzt , Apotheker und Chemiker, (1755 - 1843).
Er wurde am 10.4.1755 in Meißen geboren. Er studierte Medizin, fand
aber später in seiner Arztpraxis keine Befriedigung in der Anwendung
und den Möglichkeiten der damals üblichen Heilmethoden und hielt
diese außerdem für schädlich und gefährlich für
die Kranken.
Aufgrund dessen gab er seine Praxis auf und verdiente den Lebensunterhalt
für sich und seine Familie mit Übersetzungen.
Er beherrschte acht Sprachen und verstand noch einige mehr. Bereits mit zwölf
Jahren sprach er fließend vier Sprachen.
Während der Übersetzungen von Cullens "Materia Medica"
stieß er auf dessen Erklärungen zur Wirkung von Chinarinde bei
Malaria, die er als unzutreffend erkannte. Daraufhin begann er die Wirkung
der Chinarinde an sich selbst zu prüfen und entdeckte, dass er bei dessen
Einnahme Symptome entwickelte, die der Malaria eigen waren. Um einen Zufall
auszuschließen, prüfte er mehrmalig, aber er kam immer auf dasselbe
Ergebnis. Das war sozusagen die Geburtsstunde der Homöopathie.
Seitdem prüfte er zahlreiche Substanzen zunächst an sich selbst.
Insgesamt prüfte er über 100 Mittel, wobei er von seiner Frau, seinen
11 Kindern und aufgeschlossenen Freunden und Kollegen unterstützt wurde.
Anschließend dokumentierte und veröffentlichte er seine Untersuchungsergebnisse
und seine Erkenntnisse der Ähnlichkeitsregel – Similia smimilimus
curentur (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden)
und konnte in der praktischen Umsetzung seiner Therapie viele Behandlungserfolge
verzeichnen. Erst viele Jahre später prägte er den Begriff Homöopathie
und gleichzeitig auch den Begriff der Allopathie.
Beide Wörter stammen aus dem griechischen. "Homöos" bedeutet
ähnlich, "Pathos" Leiden und "Allos" das andere.
Diese verschiedenen Heilprinzipien wurden von Hippokrates bereits benannt:
1. Similia similius curentur (Ähnliches wird durch
Ähnliches geheilt)
2. Contraria cortrariis curentur (Gegensätzliches wird
durch Gegensätzliches geheilt)
Dem ersten Prinzip entspricht die Homöopathie. (s.o.)
Mit dem zweiten Prinzip arbeitet die Schulmedizin. Ein Beispiel: Sie verordnet
z.B. bei Wasseransammlungen im Körper wassertreibende Mittel, bei schwacher
Herztätigkeit ein herzanregendes Mittel usw.. Da die lästigen Symptome
mit dieser Methode des Gegensätzlichen
z.T. recht schnell beseitigt werden können, hat der Patient anfangs das
Gefühl der Besserung. Die Ursache der Krankheit bleibt bei dieser Methode jedoch unberücksichtigt und
der Patient wird "auf das Mittel eingestellt".
Sobald die entsprechenden Medikamente weggelassen werden, tauchen die unrsprünglichen
Symptome wieder auf, da sie lediglich unterdrückt, aber nicht geheilt wurden. Außerdem treten mehr oder weniger starke Nebenwirkungen hinzu, die dann
ggf. ebenfalls wieder mit (Dauer-) Medikamenten behandelt werden müssen,
die Lebenskraft wird weiter geschwächt usw.
